Alpiennale

 Die Architekturbiennale in Venedig ist stets ein Parcours feinster Ideen. Er wird allerdings noch immer vom etwas angestaubten Konzept der „Nationalpavillons“ begleitet. Oft finden sich deshalb die schönsten Spots und Events außerhalb der eigentlichen Hauptausstellung in den sogenannten Giardini. Auch diesmal. Man fahre etwa von der zentralen Boots-Station San Zaccaria einfach mit einem Vaporetto der Linie 2 nach gegenüber zur in die Lagune gebetteten Insel von San Giorgio Maggiore. Neben einem Bambus-Majli nach thailändischer Tradition, das Simón Vélez extra in den Garten des alten Benediktinerkonvents baute, findet sich dort noch ein zweiter kostenloser Biennale-Höhepunkt: das Projekt Scarch des Graubündner Künstlers Not Vital. Direkt in der Basilika.

Was ist Scarch? Ein Mix der englischen Begriffe für „Skulptur“ und „Architektur“, den Not Vital schon früher erfand. 2003 erbaute er in Niger, zusammen mit lokalen Handwerkern, einen Pyramidenturm aus rotem Lehm. Diesmal hat er einen poetischen Treppenturm aus sanft spiegelndem Aluminium errichtet. Wie damals, heißt er „House to Watch the Sunset“. Not Vital führt das inzwischen globalisierte Scarch-Vorhaben damit mitten in die berühmte Palladio-Kirche aus dem 16. Jahrhundert – eben San Giorgio Maggiore. Sein dreigeschossiger Turm mit Stufen an drei Seiten steht im Zentrum der Vierung unter der Kuppel und interpretiert die venezianische Renaissancewelt neu. Man kann sogar sagen, er prägt sie für ein halbes Jahr (bis 21. 11.) kräftig um. Es gibt oben einen 3 x 3 Meter großen Raum und Zugänge an drei Seiten, zu drei Etagen. Danach wandert dieses letzte Scarch-Projekt nur noch nach Tonga im Südpazifik.

Not Vital, der rund um die Welt an vielen Orten wohnende und arbeitende Schweizer, hat in Palladios Meisterwerk jenseits des 13 Meter hohen Stufenturms noch fünf andere Skulpturen und Installationen versteckt. Die Environments gehen allesamt Beziehungen zu den Gemälden und Dekorationen ein und wurden, zusammen mit den Mönchen, zwischen Altarraum, Chor, Kreuzgang und Kloster platziert: Zwei minimalistische Silberobjekte, eine Neon-Schrift, ein futuristisches Geweih, eine Textilarbeit. Eine Silberarbeit – im meist unzugänglichen Konklave-Raum, in dem 1800 ein neuer Papst gesucht wurde – etwa repräsentiert genau diesen damals neu gewählten Pius VII.  Not
Vitals anspruchsvolles und enigmatisches Konzept integriert die von Palladio mit sinnestäuschenden Bodenmustern und in beispielloser Schönheit errichtete Kirche, das Kloster und die originalen Gemälde von Tintoretto und Carpaccio, die hier real hängen, als wäre all das nichts.

Ursprung und Referenz von Not Vitals Turmhäusern, die immer gleich geformt, aber immer aus anderen Materialien mit regionalen Bezügen sind, ist für den heute 73-jährigen Schweizer übrigens die einfache Baumhütte. Als Kind im Engadin hatte er selbst eine. Er zog danach in die Welt hinaus. Damit tat er es früheren Generationen gleich, die etwa als Zuckerbäcker das Engadin verließen und später wieder heimkehrten. «Randolins» (Rätoromanisch für Schwalbe) nannte man sie. Und wenn diese Vorfahren zurückkamen, sagten sie in ihrer Mundart: «Che Bellezza Esa Na Sana Che Bellezza Hanna» (welche Schönheit, sie wissen nicht, welche Schönheit sie haben). Genau das verkündet Not Vitals skulpturales Neonschriftbild jetzt auch in San Giorgio Maggiore. Che bello, wie schön! Noch eine Achse zwischen der Serenissima in der Lagune und Not Vitals Unterengadiner Alpen, wo im heimatlichen Tarasp ein weiterer 13 Meter hoher Treppenturm in den Himmel ragt.

Und so steht auch dieses nomadische, transkontinentale Projekt Not Vitals wieder dafür, dass unser Planet eine große gemeinsame Heimat sein soll.

Text: Alexander Hosch.

Fotos: Sabine Berthold

Not Vital, Scarch, offizieller kollateraler Beitrag zur 17. Architekturbiennale Venedig (in der Basilica San Giorgio Maggiore, bis 21.November), www.ropac.net

Kopf ab, Höschen an

Für einen kurzen Moment zeigt sich der Himmel über Salzburg an diesem Starkregenwochenende in schönstem Blau-Weiß. Glück gehabt, denn bei einer durchgängig grauen Wolkenschicht funktioniert das Spektakel mit dem Opaion, diesem ovalen Himmelsloch in James Turrells „Sky Space“ gleich weniger gut; dann versinkt der Kunstraum auf dem Mönchsberg nämlich ebenfalls in Grautönen. Wohingegen er jeweils zur Dämmerung minutenlang im farbigen Helldunkel der Turrell’schen Lightshow changiert. Licht ist alles.

Auf ganz andere Ideen bringt uns der Besuch des Museums der Moderne gleich nebenan. In einem frechen Tanz mit der Geschichte zeigt der nigerianisch-britische Künstler Yinka Shonibare CBE dort aktuell, was er unter Dekolonisierung des Denkens versteht: Kopflose Figuren (Vive la Révolution!) in gezierten Galanterieposen tragen aufwendige Rokoko-Kostüme, ironischerweise aus knallbuntem Dutch Wax Batikstoff geschneidert.

Diese großflächig gemusterten Textilien gelten vielen als Sinnbilder afrikanischer Kultur. Doch sind sie alles andere als genuin afrikanisch, denn seit der Mitte des 19. Jahrhunderts werden sie von dem niederländischen Stoffproduzenten Vlisco aus Europa exportiert und haben obendrein ihren Ursprung in Indonesien. So farbenfroh und elegant stellt Shonibare vermeintliche Gewissheiten um Tradition und Identität auf den Kopf und visualisiert dabei die Verwicklung der europäischen Eliten in Kriege und Kolonialismus. „End of Empire“ heißt seine Ausstellung da nur konsequent.

Ziemlich umgekrempelt kommt in diesem Jahr auch der „Jedermann“ auf die Bühne. Die Premiere findet witterungsbedingt nicht auf dem Domplatz, sondern im Großen Festspielhaus statt. Sehr genderfluid präsentiert die Buhlschaft (mit Verena Altenberger spielt erstmals eine Salzburgerin diesen Part) einen raspelkurzen Pixie-Cut statt der obligatorischen Wallemähne. Und Lars Eidinger, immer gut für knackige Widersprüche, macht als Titel-Antiheld Dessous in Rosarot und Stöckelschuhe salonfähig. Nun sind wirklich alle aus dem Häuschen, die Karten haben für das Stück, das seit 101 Jahren zu Salzburg gehört wie „die Kunst, die Hysterie und ein wenig Schmäh“ (so heißt Andreas Ammers sehenswerte Festspiel-Doku). Andere, die kein Ticket ergatterten, maulen lustvoll, dass selbst diese zeitgemäße Koketterie mit den Geschlechtern das verstaubte Mysterienspiel nicht retten könne.

Am Ende tritt die Salzach glücklicherweise doch nicht über die Ufer, während andernorts ganze Landstriche in den Fluten versinken. Darf und will man natürlich nicht vergessen, selbst als die legendär leckere Haustorte an unserem Fensterplatz im Café Bazar serviert wird. Mit Blick auf den reißenden Fluss. Was für ein unvergleichliches Lokal! Thomas Bernhard hatte es in seiner Heimatstadt, die er leidenschaftlich für ihre “Geistlosigkeit” verachtete, Asyl geboten. Wann immer ihm danach war. Und der Autor Anton Kuhn sagte einmal über das Café: „Die Salzburger Festspiele sind der Umweg, das Bazar ist der Zweck.“

Fotos und Text © Alexandra González

Yinka Shonibare, “End of Empire”, Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg, bis 12. September 2021

https://www.museumdermoderne.at/de/ausstellungen-veranstaltungen/detail/yinka-shonibare-cbe-end-of-empire-2/

Schaudern mit Shelley

Die Villa Diodati in einem Vorort von Genf war im Juni 1816 der Schauplatz eines legendären Dichtertreffens, das als „Gespenstersommer“ in die Literaturgeschichte einging. Sie gilt deshalb auch als Geburtsort des Schauerromans. In der Vorstellung ist dieser historische Moment bis heute eine Art frühes Orgien-Mysterien-Theater geblieben. Fünf junge englische Dandys und Dandyllas verbrachten dort damals gemeinsame Dichter- und Liebesstündchen. Begleitet wurden sie vom Geist der Aufklärung, von Schwarzer Romantik, von Reit- und Segelausflügen, surrealistischen Visionen, adliger Dekadenz, freier Sexualität, Okkultismus, einer neuen politischen Freiheitsschwärmerei und vielen kräftigen Opiaten. Kein Wunder, dass die Exzesse inzwischen über hundert Mal verfilmt worden sind.

Ein neuer Roman holt diesen coolen Club der toten Dichter jetzt in die Gegenwart. Und mit ihm die 200 Jahre alten Gedichte von Lord Byron, Percy Bysshe Shelley und John Keats (der allerdings nur später in Rom dabei war, nicht schon in Genf). Elegant verwebt der Berliner Autor Thomas Hasel einen Krimi von heute in die Gefühlskämpfe um Freiheit, Gerechtigkeit und Liebe zur Zeit der Romantik. Selbst, wenn einem (wie dem Rezensenten) die zeittypischen Poeme all der jung gestorbenen Schriftsteller einen Tick zu pathetisch sind, taucht man sehr gern in ihre faszinierende Welt ein.

Neben der Villa in der Schweiz und den historischen Schauplätzen auf den britischen Inseln, in denen der Autor einzelne reale Geschehnisse der Jahre 1814 bis 1822 rund um die politisch verfemten Literaten Revue passieren lässt, tragen deren Exil-Domizile in Mittelitalien die Roman-Handlung: Venedig, Pisa, Viareggio, Rom. Im Krimi von heute, der rund um das an der Spanischen Treppe real existierende Keats-Shelley-Haus ausgebreitet wird, spielt ein angebliches gemeinsames Geheimgedicht von Shelley und Keats die Hauptrolle. Darum raufen sich zwei Oxford-Professoren. Eine aktuelle Love-Story hat der Autor auch noch zwischen die Reime geklemmt. Und die Geldnöte seines Helden, eines spielsüchtigen und leider gerade joblosen Frankfurter Finanzprofis, der in Rom mit seltsamen kleinen Gefälligkeiten sein Portemonnaie zu füllen versucht.

Die Alpen kommen zweifach ins Spiel – so gehört Percy Shelleys spätere Ehefrau, Mary Wollenstone-Godwin, zur Roman-Personnage. Sie veröffentlichte 1818 ihren Frankenstein, der ein neues Wesen erfand, das dann nachts auf einem Mont-Blanc-Gletscher erscheint. Wahrscheinlich hat die 18-jährige – mit Blick auf den Mont Blanc? – ihre weltberühmte Horrorstory in der Villa Diodati geschrieben. Dem Autor Hasel dienen Genf und der alpine See als Zwischenlandschaft und als betörendes Fantasiefeld – weil die wüste Villa, die der reiche prominente Libertin Lord Byron in jenem Sommer für seine Freund:innen anmietete, nun mal (und nicht erst seit Ken Russells Film Gothic von 1986) die besten Explosionsmomente für die Vorstellungskraft bereithält. Byrons 20-jähriger Leibarzt John Polidori verfasste dort ja prompt auch noch die kleine Erzählung „The Vampyre“, deren Protagonist später die Blaupause für Bram Stoker´s Dracula wurde. – Könnte es also nicht sein, dass im Juni 1816 auch in der Villa Diodati ein gemeinsames Gedicht entstanden ist? Von dem Schwerenöter Byron und Mary Shelley etwa? Vielleicht der nächste Stoff für Thomas Hasel, der uns die Romantik hier ganz neu und auf zauberhafte Weise zeitgenössisch versüßt.       

Text und Fotos:  Alexander Hosch

Thomas Hasel, Das Gedicht der Toten, 2021, Tredition, 16,80 €, auch als Taschenbuch und E-Book/E-Reader. ISBN 978-3-347-24483-2.

Mary et Percy Shelley, Frankenstein sur la Mer de Glace, Editions Guérin, Chamonix, 2007 (in französischer Sprache). ISBN 978-2-352-21016-0

(Die Villa Diodati am Genfer See gibt es noch. Sie ist privat, aber der Bus 9 nach Colomby braucht aus der Stadtmitte von Genf nur eine halbe Stunde. Man kann nicht ins Haus. Es gibt auf dem Weg dahin jedoch Infoschilder – und Tipps wie man sich angemessen diskret verhält.)

 

 

Das Argusaugenhaus von Graz

Mit Zaha Hadid von oben in die Alpen zu schauen, das geht schon länger. In Innsbruck muss man dazu nur im Turmstüberl der von der Avantgarde-Architektin gebauten Bergiselskischanze einkehren. Sie überragt die Brennerautobahn als modernes Tiroler Maskottchen. Just seit Beginn der Coronazeit – Februar 2020 – ist jetzt auch der Hadid-Blick von unten auf die Berge möglich: Aus der Stadtmitte von Graz heraus.

In Richtung Klagenfurt erblickt man die Lavantthaleralpen mit den steirischen Gipfeln Ameringkogel und Rappoldkogel. Und im Norden den 1445 Meter hohen Grazer Hausberg Schöckl (von dessen Spitze aus wiederum sich sogar der Triglav in Slowenien erspähen lässt). Aber zurück in die City. 17 Jahre dauerte es, bis Zaha Hadids Konzept „Argos“ als Glamour-Neubau fertig war. Die Österreicher setzten – in Wien, in Tirol, in der Steiermark – schon früh auf die exklusive Architektur der irakischstämmigen Londonerin, die 2016 überraschend mit nur 65 Jahren starb. Dennoch gab es auch in Graz wieder unzählige Streitpunkte zu klären. 

Nun aber existiert endlich dieses spaceshipartige Boardinghouse mitten in der Fischer-von-Erlach-Altstadt. Seine 45 silbrigweiß schimmernden Glasfaser-Bubbles schauen wie Argusaugen aus dem Zuckerbäckerbarock in alle Richtungen. Sogar die Tapete (Foto) passt sich an. Für Business- oder Feriengäste, die die kleinen und großen Wohnungen jetzt – zumindest während der Lockdownzeit – auch tageweise buchen können, heißt das: Sie residieren quasi im Computerbarock. Alles ist digital, vom Check-In über den Zutritt ins Zimmer per QR-Code zu den Service-Apps per TV-Gerät bis hin zum Raumgefühl. Das Bett kann man problemlos als Zentrum seines Cockpits verstehen. Nur die barocke Turmspitze der Stadtpfarrkirche draußen liegt herrlich analog und glasklar vor der Nase. Während man selbst gemütlich bei seinem ersten Espresso im raumhohen Fenster sitzt.

Und sonst? Stehen etwa Lichtschwerter statt Lampen auf dem Nachttisch? Fliegen die Frühstücks-Toasts hier wie Ufos am aufgesperrten Mund vorbei? Nein. Die futuristischen Zaha-Hadid-Sofas für Moroso oder ihre Alessi-Käsereibe waren dann doch zu teuer für den Hotelgebrauch. Aber auch so rundet angemessen dynamisches Mobiliar das Architekturkonzept ab – man wohnt also perfekt organisch-schrägwinklig. Und genauso futuristisch, wie es von draußen den Anschein hat.                      Text: Alexander Hosch

Argos by Zaha Hadid Architects, Boardinghouse mit 21 serviced Apartments, 30 bis 80 Quadratmeter. Zur Zeit teilweise ab nur 75 € pro Nacht, www.argos-graz.at

Goethe taucht im Urmeer

 

Als ich im Goethehaus Weimar die Aufsicht bitte, eine der Schubladen in den Sammlungsschränken zu öffnen, muss ich sofort an die Alpen denken und hoffe, hier ein steinernes Souvenir zu finden. Doch sie schüttelt verlegen den Kopf. Das habe so lange niemand mehr getan, sie können mir nicht sagen, was in den Schubladen sei. Wir erfreuen uns also nur an den in den verglasten Aufsätzen sichtbaren Schaustücken aus Goethes geowissenschaftlicher Schatzkammer, aber eines wird auf unserem Rundgang durch das überraschend behagliche Domizil am Frauenplan immer offensichtlicher: Dieser Mann war als Universalgelehrter ebenso bedeutsam wie Leonardo. Behauptet zumindest meine Freundin S., mit der ich durch die von der milden Spätsommersonne zum Leben erweckten Räume streife. Kennen den Weimarer Geheimrat und Dichterfürsten weltweit ebenso viele Menschen wie den Maler der “Mona Lisa”? Wer weiß das schon? Mich interessiert nun aber doch sehr, warum sich der berühmte Italienreisende in die Alpen verliebt hatte: Einfach weil er sich als leidenschaftlicher Geologe und Mineraloge nicht sattsehen konnte an den “grauen Kalckfelsen” und “höchsten weisen Gipfeln auf dem schönen Himmelsblau”.

Im Herbst 1786 reist er aus dem Norden Richtung Rom und macht sich zwischen München und Bozen unermüdlich Gedanken über den Aufbau der Alpen. (Auf dem sogenannten Goetheweg können ausdauernde Fans auf seinen Spuren von München nach Verona fernwandern.) Als Neptunist ist er davon überzeugt, dass alle Gesteine durch Auskristallisation aus dem Urmeer entstanden sind. Vulkanischen Ursprungs könne der Bozener Quarzporphyr nicht sein. Ja doch, auch ein Genie darf sich irren.

Ab den 1780er Jahren bis zu seinem Tod am 22. März 1832 auf dem Bett seines Weimarer Schlafzimmers vertieft sich Goethe in die Welt der Gesteine und Mineralien, baut thematische Sammlungen auf. Tausende Fundstücke trägt er selbst zusammen und verwahrt sie im blassgrün getünchten privaten Arbeitsbereich (Grün, schreibt Goethe in seiner Farbenlehre, verschaffe dem Auge „reale Befriedigung“) sowie im roten “Steinpavillon” am Rand seines Bauerngartens.

Derart nachhaltig glüht die Mineralienpassion des wissensdurstigen “Faust”-Schöpfers, dass 1806 der Goethit nach ihm benannt wurde: ein rostbraun schimmerndes und manchmal regenbogenfarben irisierendes Eisenerz, dessen langgestreckte Kristalle wie Nadeln aus dem Gestein wachsen. Goethit ist häufig mit anderen Mineralien vergesellschaftet – so stabil und disziplinübergreifend  stelle ich mir die Denkfreude des Universalgelehrten vor. Womöglich hat meine Freundin einfach recht.

Text und Fotos © Alexandra González

 

Weihnachtsfantasien in 3-D

Wie ein gut entwickelter Säugling, der gerade lernt, sich zu drehen und die Welt zu erkunden, greift das Jesuskind mit dicken Fingerlein nach dem schlichten Holzkreuz. Vor Anstrengung glühen seine Pausbäckchen rosig. Meine Freundin R. hatte die entzückende Idee, sich und uns an ihrem Geburtstag mit einer Führung durch die Krippensammlung des Bayerischen Nationalmuseums zu beglücken. Also tauchen wir tief in den kulturellen Kontext ein und können es kaum fassen: Christkindl dieser Art wurden Novizinnen beim Eintritt in das Kloster mitgegeben,  als “Seelentrösterle”, “Himmelsbräutigam”, dessen Nacktheit meist keusch unter einem reich bestickten Seidengewand verschwand, oder gar als Babyersatz.

Einige Vitrinen weiter vollführt ein Schwarm von Epheben, nichts als ein Musselintuch um den kaum erwachsenen Leib gewickelt, ein expressives Ballett.  Ein verfrühter Beitrag zu Gender Studies, dies? Reichlich individuelle Lesarten der Weihnachtsgeschichte bietet die Schau im Bayerischen Nationalmuseum an der Münchener Prinzregentenstraße, die noch bis Ende Januar zu besichtigen ist. Vielleicht ist das Schönste an diesem Reigen, dass die Schöpfer der himmlischen Szenografien die Leerstellen im Narrativ mit ihrer ungezügelten Fantasie füllten.

Das Konzept dieser enorm bedeutenden Sammlung von Krippen aus dem Alpenraum und Süditalien der Zeit um 1700 bis zur Moderne geht zurück auf ihren Stifter Max Schmederer (1854 – 1917), Münchner Bankier mit Mission. Er hatte eine sehr präzise Vorstellung von der Aufstellungsart, die stilbildend wurde. Bevor er seinen Schatz der Institution schenkte, machte er jedes Jahr zur Adventszeit den Pulk kunstvoll geschnitzter oder geformter und ausstaffierter Figurengruppen sowie die vielen stimmungsvollen Schaubilder in seinem Privathaus öffentlich zugänglich.

Während die neapolitanischen Krippen mit farbig gefassten Figuren und einer dramatischen Lichtführung in den Dioramen oft wie ins Dreidimensionale gesteigerte Gemälde Caravaggios anmuten, bezeugen die alpenländisch inspirierten Szenen Sinn für hintergründigen Humor. Im vogelwilden Wimmelbild, für das Wenzel Fieger um 1890  über 1000 auf Karton aquarellierte und ausgeschnittene Protagonisten in einem vier Meter langen Moosgebirge verankerte, versuchen wir, eine sich im Strahl erleichternde Kuh auszumachen. Da ist sie, und wie frech sie über die Schulter blickt!

In einer Krippe aus Nordtirol, die Mitte des 18. Jahrhunderts entstand, verfolgt ein Almbauer im Lodenmantel mit hölzerner Buckelkraxe aufmerksam die “Verkündigung an die Hirten”. Und jetzt schaut’s her, der “Krippenjackl” aus Laufen an der Salzach besitzt ein zweites Gesicht: Mal freundlich lächelnd, mal zur Fratze verzerrt. So oder so lässt sich der Januskopf dieser Trachtenpuppe nach Belieben austauschen. Der reinste Horror, da wird es nicht nur den mitgebrachten Kindern angst.

Schließlich eine Epiphanie für die Architekturaffinen unter uns. Wer hätte gedacht, dass ein kleiner Gerbermeister vor 200 Jahren in Bozen die Postmoderne vorwegnahm? Karl Sigmund Moser schuf aus Palästen im Stil Palladios, osmanischen Kuppelbauten, barocken Brunnen, Arkaden, Treppenaufgängen und neogotischen Spitzbögen die ideale Stadt Jerusalem. Leider ist von seiner Fantasiearchitektur heute lediglich ein Teil erhalten. Ursprünglich tummelten sich in Mosers Weihnachtswunderland zudem Gemsen auf Bergen und Tiroler Almhütten standen zwischen Libanon-Zedern. Hach, so herrlich eklektisch geht es zu, wenn man bei der Wirkung der Krippe nur ein Ziel verfolgt – die ganz große Oper, ein Staunen und Raunen über Jahrhunderte hinweg.

Text und Fotos © Alexandra González

Die Krippensammlung kann ab November bis Ende Januar während der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden. Von Februar bis Oktober nur nach Voranmeldung. www.bayerisches-nationalmuseum.de

Und irgendwann kommt Banksy

Die Stadt Linz ist irgendwie so un-mozartig. Auch ziemlich un-wienerisch und überhaupt: schwer antibarock. Das war sie schon im 20. Jahrhundert. Linz ist eine Arbeiterstadt, geprägt vom Stahlwerk Voest-Alpine, das früher mal eine Nazi-Waffenschmiede war und auf den Namen Hermann Göring Werke hörte. Bitter. Aus dieser schwierigen Situation und der herausfordernden geografischen Lage zwischen den beiden zuckersüßen und zartschnörkeligen Bestsellercities Salzburg und Wien heraus hat sich Linz seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts nachhaltig befreit – und immer wieder etwas Besonderes draus gemacht. Bessere neue Architektur. Interessantere Kunst. Jüngere Musik. 2012 kam eine weitere Sensation dazu: Mural Harbor – das ist ein Freiluft-Art-Laboratorium mit Galerie, Workshops, Touren und inzwischen mehreren hundert teils riesenhaften Graffiti-Kunstwerken, die auf nicht mehr gebrauchten Speichern in den Hafenbecken an der Donau prangen.

Seit 2016 gibt es dort einstündige Bootstouren, die von April bis Oktober jeden Samstag stattfinden, den Rest des Jahres bei individueller Buchung (und für Gruppe von elf bis 20 Personen) an einem vereinbarten Vor- oder Nachmittag. Dann führt ein fachkundiger Guide (in der Regel aus der Graffiti- oder Hip-Hop-Szene) über die Wellen zu den einzelnen Kunstwerken des Muralismo. Man staunt über die Geschichten der Bilder und die Übertragungstechniken mit und ohne Schablone. Einige der berühmtesten Graffiti-Writers und Mauermaler der Welt, Künstler aus 30 Nationen wie die Szenegrößen Aryz, Roa, Dexter, Nychos und 1UP nahmen in den letzten sieben Jahren die Gelegenheit wahr, in der „Hafengalerie“ bis zu 50 Meter hohe Industriebauten zu besprühen oder mit der Rolle zu bemalen: Nach der Tour können Teilnehmer – wie auch euer Autor das tat – im Crashkurs von professionellen Sprayern das Erzeugen eigener Murals und Tags lernen. Einmalig.

Klar, das Verbotene und Klandestine ist hier ein Stück weit mit Kommerz und Citymarketing in Verbindung getreten. Aber wenn jene weltberühmte Zeichnung vom Punkerpenner, der einen schwulen Polizisten küsst (ein Cartoon, das einst der Linzer Karikaturist Gerhard Haderer erfand), hier im Hafen nun in der Form eines 5-Meter-Graffitos weiterlebt, dann ist dies ein höchst aktuelles Statement, das mindestens bis zum Dachstein leuchtet. Und es stellt auch heute noch eine wichtige und dringend notwendige Rebellion gegen Spießermief und biederen Alltagsgeschmack dar. Gerade in Österreich.

Text und Fotos: Alexander Hosch

 

 

 

Mural Boat? Mural Walk? Buchung+Info: www.muralharbor.at, +43 6646575142

Moonwalk

Der höchste Berg auf dem Mond heißt Mount Huygens und erhebt sich 5 500 Meter über der Tiefebene des Mare Imbrium. Als Mare Humorum wird eine weitere Formation des Erdtrabanten bezeichnet. Gut sichtbar ist dieses “Meer der Feuchtigkeit” auf einer Heliogravüre des Wiener Astronomen – und späteren Pariser Sternwartendirektors – Maurice Loewy. Die gestochen scharfe Aufnahme bildet den Auftakt zur flamboyanten Ausstellung “ZERO GRAVITY. Apollo 11 and the new notion of space” in der Münchner Eres-Stiftung. Die Schau erkundet, wie sich parallel zur Mondlandung vor genau 50 Jahren neue Konzepte von Raum und Zeit Bahn brachen und bislang geltende Grenzen in Kunst, Architektur, Musik, Film, Design, Wissenschaft und Technik eingerissen wurden. Wer hätte gedacht, dass die kleine Alpenrepublik Österreich bis heute einen bemerkenswerten Anteil an dieser tollen Dynamik  hat? Ein Land der Querdenker eben.

Loewys 1902 im “Atlas Photographique de la Lune” publizierte Aufnahmen dienten als Grundlage für die moderne Mondkartographie. Plötzlich schien der Kosmos zum Greifen nah und zugleich weitete sich der Raum. Eine paradoxe Sensation, die sich mit der Landung des ersten Menschen auf dem Mond fünf Jahrzehnte später ins Spektakuläre steigerte. So schön und vielversprechend sah die Zukunft nie wieder aus. Die Apollo-Mission befeuerte eine alle Lebensbereiche erfassende Aufbruchsstimmung.

Leitmotivisch gleiten Andy Warhols heliumgefüllte “Silverclouds” durch die niedrigen Souterrainräume der Schwabinger Eres-Stiftung. Nicht wiederzuerkennen ist das Gewölbe, nachdem der Tiroler Peter Kogler, der hier als Künstler-Kurator agiert, es mit Spiegelfolie in Millimeterpapier-Ästhetik in ein surreales Raumschiffinterieur verwandelte. Er selbst erinnert sich noch lebhaft an die Mondlandung, die er als Zehnjähriger während seines Adria-Sommerurlaubs im Nachbarhotel verfolgte: “Es gibt niemanden, der nicht wüsste, vor welchem Fernsehapparat er damals saß.”

Für ZERO GRAVITY vermittelte er einige österreichische Positionen von Freunden und sympathischen Visionären nach München, darunter Walter Pichlers “Apparat” von 1966 aus der radikalen Skulpturen-Serie “Protoypen”, Zwitterwesen aus Kunst und Design, in denen der Sound des Space-Age widerhallt. Oder die zwei Jahre später entstandene “Cloud” von COOP HIMMELB(L)AU aus Plexiglas-Halbkugeln. Vollkommen losgelöst von Architekturkonventionen wurde hier etwas Schwebendes, Wolkiges erträumt. Was zählt, sagt Kogler, “ist die Neugier, Dinge durchzutesten, für die es keine Erfahrungswerte gibt”.

So wie das innovative Materialmuster des Wiener Ingenieurs Emilio Podreka. Es besteht aus solargesintertem Granulat, das Mondstaub gleicht und zu Ziegeln verfestigt – mit Hilfe des 3-D-Druckers – neue Habitate auf dem Erdtrabanten ermöglicht. Diese wiederum wären ein Sprungbrett in die Ferne: Der Mond ist heute vor allem als Zwischenstation zum Mars wieder ins Visier gerückt.

Nach dem Leben auf dem Mars fragte bekanntlich auch David Bowie. Ein melancholischer Weltraum-Odysseus wie er darf in der Show nicht fehlen. Wer die Aufsicht nett fragt, bekommt vielleicht Bowies “Space Oddity” in der sehr schicken Dieter-Rams-Phono-Ecke auf den Plattenteller gelegt.

Text und Fotos: Alexandra González

ZERO GRAVITY. Apollo 11 and the new notion of space. 20.7.19 – 01.02.20, mit wissenschaftlichem Begleitprogramm. www.eres-stiftung.de

Linzer Mucke

Anton Bruckner wurde hier geboren. Franz Schubert hat mit Blick auf diese Stadt oft Ferien verbracht. Mozart schrieb 1783 in vier Tagen die „Linzer Symphonie“. Und Beethoven vollendete dort 1812 seine Achte – Linz ist eine Musikstadt, schon immer gewesen. Seit 1979 gibt es jedes Jahr rund ums Brucknerhaus, die Donau und das Ars Electronica Center die berühmte “Klangwolke”. In den 1980er Jahren kam die Institution Posthof dazu: ein junger Ort für anspruchsvollen Rock und für Punk-Musik, an dem früh heutige Legenden wie The Fall aus London oder Suzanne Vega aus New York gastierten.

Vor ein paar Jahren hat Linz nochmal nachgeladen. 2013 entstand mit dem Musiktheater am Volksgarten, das der Londoner Architekt Terry Pawson erbaute, jene neue Bühne für Szenisches, die bislang fehlte. Ein Fries aus weißen Klaviertasten scheint das geräumige Haus zu krönen. Die vier verschiedenen Fassadenseiten spielen mit verklammerten Mustern aus Streifen oder Fugen. Technisch ist das Musiktheater eines der modernsten Opernhäuser Europas.

Kurz darauf – 2015 – wurde in den Hügeln, auf halbem Weg zum Pöstlingberg, für 850 Studierende der Anton Bruckner Privatuniversität noch ein ähnlich komfortables neues Gebäude errichtet. Musik, Komposition, Tanz und Schauspiel lassen sich hier studieren. Man kommt von der Stadt aus in zehn Minuten mit der Bergbahn hin, die hier das Trambahnnetz teilt. Der Besucher fühlt sich zwischen den Plastiken des grünen Freigeländes ein bisschen wie in Stanford. Die Gartenbänke auf den kleinen Kiesflächen sehen wie Miniaturgebäude aus. Und die diversen Säle klingen täglich – sei es zur Übung oder zum öffentlichen Genuss. Die Architektur der jungen Lokalmatadoren MOD ist meisterhaft das Nadelstreifenmuster, das in Form schräger oder vertikaler weißer Lamellen mit wechselnden Abständen die Fassade umhüllt, nimmt dem Bau die Masse, gibt ihm dafür durch Kipp- und Schwingmetaphern eine sublime Eleganz. Man sieht von da oben die Donau, die Stadt und gar nicht so selten den fast 3000 Meter hohen Dachstein – Oberösterreichs mächtigsten Alpenberg.

Als wäre das kleine Linz eine Weltstadt, sind an manchen Wochenenden zusätzlich zum permanenten Klassiksturm auch noch Superstars des Pop zu Gast: Am 8. Juni waren etwa die Toten Hosen da, tags darauf Bryan Ferry. So was ist hier normal.

Text und Fotos: Alexander Hosch

 

 

 

 

 

 

 

 

http://www.musiktheater.at/

https://www.bruckneruni.at/de/home/

https://www.posthof.at/programm/alles/

Von der Amour fou zum Musée imaginaire

Kostbare Objekte, Glasmalerei, Zeichnungen, Skulpturen, Hauptwerke von Giovanni Segantini, Rudolf Koller, Arnold Böcklin, Ferdinand Hodler und Alberto Giacometti. Angesichts der Schätze, die derzeit im Landesmuseum Zürich und demnächst auch im Museo d’arte della Svizzera italiana in Lugano versammelt sind, können einem die Augen übergehen. Es ist schon ein besonderes Fest, da diese Meisterwerke normalerweise auf 70 eidgenössische Museen verstreut sind. Sie stammen aus der Sammlung der seit 1891 aktiven Gottfried-Keller-Stiftung, eine märchenhafte Kollektion Schweizer Kunst ohne eigene Räume, die ihre Bestände, darunter Segantinis „Alpentryptichon“, Böcklins „Toteninsel“ oder Kollers „Gotthardpost“, als Dauerleihgaben auf verschiedene Häuser verteilt hat. Unmöglich, die mehr als 6400 Archive und Konvolute alle zu Gesicht zu bekommen. Ein plakatives Denkmal wollte sich die Stiftungsgründerin Lydia Welti-Escher vor 130 Jahren offenbar nicht setzen. Doch wer war diese großherzige Frau? Und warum so selbstlos?

Nur etwas mehr Kampfgeist und aus ihr wäre eine Peggy Guggenheim der Belle Époque geworden: Eine Mäzenin, die auch schwierige Kunst unterstützt, die sich die Freiheit nimmt, einen unmöglichen Kerl zu lieben und am Ende sagt – ich bereue nichts. Doch die wohlhabende Zürcher Patriziertochter lebte in einer Gesellschaft, die Frauen keine Flügel verleiht. Ihre Amour fou zu dem Künstler Karl Stauffer-Bern gipfelte im größten Schweizer Society-Skandal des 19. Jahrhunderts.

Karl Stauffer, “Bildnis von Lydia Welti-Escher”, 1886, Kunsthaus Zürich. Cover des Ausstellungskatalogs

Als sie ohne Geld und ohne Gepäck mit Stauffer-Bern nach Rom durchbrannte, intervenierte die mächtige Familie ihres Ehemanns Friedrich Emil Welti: Die Eskapade endete für sie im Irrenhaus und für ihn im Kerker. Beide kamen nach Monaten frei, zerbrachen aber an der Kriminalisierung ihrer Liebesgeschichte – und nahmen sich das Leben.

Bevor Lydia Welti-Escher am 12. Dezember 1891 starb, regelte sie noch eine Herzensangelegenheit: Ihr kolossales Vermögen aus dem Erbe des Eisenbahnkönigs Alfred Escher schenkte sie der Schweiz – zur Gründung einer Kunststiftung, die den Ankauf bedeutender Werke ermöglichen und auch Frauen weiterbilden sollte. Wieder schalteten sich die Weltis ein und redeten ihr den emanzipatorischen Passus in der Gründungsurkunde aus. Nicht einmal ihren Namen durfte sie der Stiftung vermachen. Warum ließ sie sich erneut demütigen? Es bleibt ein Rätsel.

Barthélemy Menn, “Waadtländer Mädchen mit Schlüsselblumen”, 1860. Kunsthaus Zürich

Heute ist die Gottfried-Keller-Stiftung, benannt nach dem Dichter und Freund der Familie Escher, das größte Musée imaginaire der Schweiz. Seit Ende 2018 hat es zudem einen digitalen Zwilling, denn das Bundesamt für Kultur präsentiert immer mehr Werke aus der Sammlung auch online. In Zürich und Lugano bietet sich endlich die Gelegenheit, die Highlights vereint und leibhaftig zu erleben.

Alexandra González

 

 

“Glanzlichter der Gottfried-Keller-Stiftung”, bis 22.04.2019, Landesmuseum Zürich

https://www.nationalmuseum.ch/d/microsites/2019/Zuerich/Glanzlichter.php

“Hodler – Segantini – Giacometti. Capolavori della Fondazione Gottfried Keller”, 24.03.-28.07.2019, Masi Lugano

http://www.masilugano.ch/it/794/hodler-segantini-giacometti

Zu den Ausstellungen ist bei Scheidegger & Spiess der schöne Katalog “Meisterwerke der Gottfried-Keller-Stiftung” erschienen. Er kostet 38 Euro.

https://www.scheidegger-spiess.ch

Sammlung online:

https://www.gottfried-keller-stiftung.ch/gks/de/home.html